Wer externe Innovation gezielt nutzen will, braucht zuerst ein klares Problem. Gemeinsam mit der Montan-Innovation-Lab-Saar, als Frühförderer im Innovations-Ökosystem der Montan-Stiftung-Saar haben wir im September einen ganzen Tag lang genau daran gearbeitet: an den Zukunftsthemen des Verbundes und an der Frage, wie aus ihnen konkrete Aufgaben für Open Innovation werden.

Eine gemeinsame Vision für die Zukunft

Ziel des Workshops war es, die Geschäftsmodelle der Zukunft zu identifizieren und daraus Challenge Statements zu entwickeln, die sich mit Open-Innovation-Formaten bearbeiten lassen. Die Leitfrage: Welche Entwicklungen prägen die Zukunft und welche davon müssen schon heute adressiert werden?

Ein Challenge Statement beschreibt ein Problem so präzise, dass klar ist, worin es besteht, wen es betrifft und woran sich eine Lösung erkennen lässt. Damit bildet es das Fundament für alle weiteren Schritte.

“Als sehr früher Innovationsförderer geht MILS die Herausforderungen von morgen schon heute an. Die strukturierte Ausarbeitung und präzise Formulierung der Challenge Statements innerhalb des Open-Innovation-Formats von southwestX bietet dafür den perfekten Rahmen.”

Bastian Philippi & Thorsten StaudtMontan-Innovation-Lab-Saar GmbH

Aus vielen Ideen die richtigen Prioritäten ableiten

Zukunftsthemen gibt es viele, doch entscheidend ist, die richtigen auszuwählen und greifbar zu machen. Dafür kamen zehn Teilnehmende aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, jede und jeder mit einer eigenen Perspektive. Die Aufgabe bestand darin, diese Vielfalt zu bündeln und gemeinsam zu bewerten, welche Themen den größten industriellen Hebel haben.

Ein Tag, ein klarer Ablauf

In rund acht Stunden durchliefen wir einen strukturierten Prozess:

Ideen sammeln: Am Anfang standen Kreativität und Raum für neue Gedanken.

Bewerten und priorisieren: Die Beiträge wurden ausführlich diskutiert und nach ihrem industriellen Hebel bewertet, um gemeinsame Prioritäten zu finden.

Probleme präzise beschreiben: Im Mittelpunkt stand die Frage, was die konkrete Herausforderung ist, wer davon betroffen ist und woran man eine Lösung erkennen würde.

Am Ende des Tages standen konkrete Challenge Statements, die abgestimmt, greifbar und bereit für den nächsten Schritt waren.

Das Ergebnis

Der Startpunkt einer Open Innovation Journey

Im nächsten Schritt bestimmen wir für jedes Challenge Statement den passenden Open-Innovation-Ansatz, etwa Venture Clienting oder Ideation Challenges. Beim Venture Clienting tritt ein Unternehmen als Kunde eines Startups auf und nutzt dessen Lösung, statt sich zu beteiligen. Eine Ideation Challenge eignet sich dagegen für offene Fragestellungen, bei denen die Richtung noch nicht feststeht: Hier entwickeln Teams von Studierenden gemeinsam Ideen, die neue Perspektiven eröffnen. So bekommt jede Frage das Format, das zu ihrem Reifegrad und ihrer Offenheit passt.

Der Workshop schafft damit die Grundlage, externe Innovation zielgerichtet auf reale industrielle Herausforderungen anzuwenden. Und er zeigt, dass sich die Reihenfolge auch auf andere Unternehmen übertragen lässt: erst Themen sammeln und bewerten, dann Probleme präzise beschreiben und erst danach das passende Format wählen.

Danke

Gemeinsam aus Challenges Chancen machen

Ein großer Dank gilt Bastian Philippi und Thorsten Staudt vom Montan-Innovation-Lab-Saar, die den Workshop möglich gemacht und unserem Ansatz ihr Vertrauen geschenkt haben. Ebenso danken wir allen Teilnehmenden für ihr Engagement, ihre Einblicke und ihre Offenheit. Sie haben diesen Tag zu einem Erfolg gemacht. Wir freuen uns darauf, die nächsten Schritte gemeinsam zu gehen.